Aufstieg von Klasse E zu A

Auf dieser Seite möchte ich meinen Aufstieg von der Amateurfunkklasse E (CEPT-Novice) zur Klasse A (Advanced) beschreiben. Vor allem anderen Klasse E Amateuren möchte ich hier ein paar Möglichkeiten für die Prüfungsvorbereiten zeigen, die mir sehr geholfen haben.

Wer bereits die Linzenzklasse E besitzt braucht bei der Prüfung nur noch den Teilbereich Technik ablegen. Auf dem Anmeldeformular ist der Punkt "Zusatzprüfung Klasse E nach A" anzukreuzen. Wie auch bei allen anderen Prüfungen gilt hier: Anmelden, Geld bezahlen und auf Einladung warten. Die Prüfungsintervalle sind sehr unterschiedlich. Die für mich damals zuständige BNetzA Außenstelle Nürnberg prüfte relativ häufig weshalb hier nur kurze Wartezeiten entstanden. Bei anderen Bundesnetzagenturen schaut es jedoch anderst aus und seit der Umstrukturierung 2009 hat sich hier auch einiges geändert.

Vorbereitung auf die Prüfung

Der Umfang der Technikprüfung sollte nicht unterschätzt werden. Für die Vorbereitung gibt es verschiedene Möglichkeiten und Hilfsmittel die ich hier erläutern möchte. Ich beschreibe hier auch meinen Weg - dieser muss nicht zwangsläufig für jemand anderen der richige sein.

  • Fragebogen der BNetzA: Der Fragebogen enthält alle Fragen der Prüfung. In meinen Augen gehört er auf jeden Fall zur Ausrüstung bei der Vorbereitung. Er kann kostenlos als PDF-Datei heruntergeladen werden (Achtung! Nicht druckfähig!) oder für 10,00 ? bei der BNetzA in Erfurt bestellt werden.
  • Amateurfunklehrgang von Eckart Moltrecht (DJ4UF): Dieser Lehrgang wird oft als das Standardwerk angesehen. Es hat auf jeden Fall eine weite Verbreitung und erklärt alle benötigten Themen. Neben dem Buch (ISBN: 978-3-88180-389-2; 17,80 ?) gibt es auch den Inhalt als sog. Online-Lehrgang. Da oft auf das Technikbuch der Klasse E verwiesen wird, ist das Nachschlagen im Internet oder eben die Anschaffung dieses zweiten Buches (ISBN: 978-3-88180-364-9; 14,80 ?) notwendig.
  • Lichtblick: Der Lichtblick von OM Günter (DL9HCG) ist in meinen Augen eine super und vor allem kostenfreie Alternative zum o. g. Buch. Neben der verständlichen Erklärung aller Themen hat er für jede (!) Frage im Fragebogen eine Lösungsdatei mit Erklärung erstellt. Die Krücken enthalten zwar ein paar kleine Fehler die jedoch für die Prüfung nicht relevant sind.
  • Lizenzkochbuch: Das Lizenzkochbuch von Heinz (DL1ANM) ist ein verständliches Buch das die Technik sehr genau aber trotzdem verständlich erklärt. Diese 15,00 ? sind auf jeden Fall gut angelegt!
    AfuP: Die AfuP Webseite von Junghard (DF1IAV) ist eine gute Möglichkeit, sein Wissen in einer Prüfungssimulation zu testen. Vorteil hierbei ist eindeutig, dass kein Programm installiert werden muss und somit von fast überall gelernt werden kann. Natürlich existiert auch eine Offline-Version die dann auch eine Statistik enthält.
  • AFUTrainer: Wenn die Möglichkeit besteht, ein Programm zu installieren, dann ist der AFUTrainer von Oliver (DM1OLI) die beste Wahl. Neben Prüfungssimulationen können auch die einzelnen Fragenbereiche geübt werden. Es gibt auch Prüfungsdateien für US-Lizenzen.

Mein Weg...

Ich habe alle o. g. Bücher und Programme mir besorgt und verwendet. Das Ergebnis war je Produkt unterschiedlich. Am wenigsten benutzt habe ich das Moltrecht Buch. Das ständige nachlesen im Internet (ich besitze das aktuelle Klasse E Buch nicht und meine Prüfung ist schon etwas her) war einfach auf die Dauer nur nervig. Auch ist der Fragebogen der BNetzA Pflicht. Man benötigt hier zum lernen also immer drei Bücher (oder zwei plus Internet) um effektiv arbeiten zu können. Das ist in meinen Augen z. B. wenn man unterwegs ist unpraktisch.

Gelernt habe ich hauptsächlich mit dem Lizenzkochbuch und mit dem Lichtblick. Das waren für mich die optimalen Lernmittel. Einige für mich komplizierte Themen habe ich mir dann bei einem OV-Abend von einem OM erklären lassen (vielen Dank an dieser Stelle an Oliver (DF6MS) für die Erklärung der Funktion der Schaltungen!).

Der AFUTrainer war das Programm, mit dem ich am PC die Prüfungen simuliert und auch die Fragen geübt habe. Die optimale Ergänzung für das mobile Lernen waren die AfuP-Seiten. Auf diesen habe ich die ein oder andere Mittagspause verbracht.