Caminho Português da Costa – Tag 15 (05. Mai 2026): Barrantes - Vilanova de Arousa
Heute hatten wir noch einmal 19 km Wegstrecke vor uns, dafür begrüßte uns am Morgen schon die Sonne, und es schien ein doch ganz guter Tag zu werden. Nach einer erholsamen Nacht in unserem upgegradeten Zimmer, das wirklich sehr leise war und zu einem Innenhof lag, starteten wir mit einem Frühstück im Café gegenüber. Danach mussten wir erst zurück auf den eigentlichen Weg, wozu wir den direkten Weg nahmen, der uns aber nicht nur durch die Stadt, sondern auch durch eine Weinanbaufläche zurück zum Río Umia brachte.
Auf einem geschotterten Fußweg geht es dann entlang des Flusses: links Wasser, rechts Wein – sehr idyllisch. Ab und an kommt einmal ein bewaldetes Gebiet oder eine Wiese. Nach 2,5 km geht es über eine Brücke, und man wechselt die Flussseite. Ansonsten ändert sich erst einmal nichts.
Nach ca. 6 km und etwa 1 1/2 Stunden kommt man kurz vor Ponte Arnelas an eine Brücke. Der Weg wurde dort ganz neu umgelegt, eine neue Brücke gebaut, neue Wegführung usw., und man muss somit nicht mehr an der Hauptstraße entlanglaufen. Der aufmerksame Pilger entdeckt übrigens rechterhand einen Biergarten. Nach ca. 200 m überquert man die Ponte Arnelas, also die Brücke zum zugehörigen Ort, und kommt an die Capela de Santa Marta. Leider verschlossen, aber das sind wir in Spanien ja gewöhnt.
Jetzt kommt ein etwas unschönes Stück. Es geht nun mehrere Kilometer entlang der Straße. Am Kreisverkehr schräg hoch, natürlich die Abzweigung mit der Steigung, und dann durch Gombra hindurch. Nach unseren schon bekannten sieben Kilometern haben wir an einem Café eine Pause eingelegt und einen Kaffee getrunken.
Der Weg geht an der Straße weiter, an San Bartolomeu vorbei und dann von der Hauptstraße weg in eine kleine Straße nach Mouzos. Die am Wegesrand liegende Capela de San Pedro de Mouzos war natürlich ebenfalls verschlossen. Es wechseln sich mehrere kleine Ortschaften mit landwirtschaftlichem Gebiet ab. In A Igrexa haben wir den Umweg zur Igrexa de Santo Estevo de Tremoedo auf uns genommen, aber auch diese war leider verschlossen. Also weiter auf dem Jakobsweg.
Dieser führt jetzt erst durch Weinberge und dann durch einen Wald. Natürlich steil nach oben. Das ist die letzte Steigung für diesen Tag, diese hatte es aber noch einmal in sich: 60 m auf 1 km. Auch ein paar andere Pilger*innen waren hier unterwegs. Auf einer Straße ging es dann auf der anderen Bergseite durch den Eukalyptuswald nach unten.
Auf der anderen Bergseite kamen wir dann bei der Igrexa de San Miguel de Deiro vorbei. Da wir heute wirklich kein Glück mit Kirchen hatten, war auch diese verschlossen, und so liefen wir weiter Richtung Hauptstraße. Es fing jetzt an zu regnen, und da vorher die Sonne geschienen hatte, war eine sehr schwülwarme Luft vorhanden. Es half aber nichts, wir mussten trotzdem unsere Ponchos überziehen.
Kurz darauf kamen wir aus der Ortschaft San Roque do Monte heraus und konnten wieder durch landwirtschaftlich genutzte Flächen und kleine Wälder laufen. Die Kirche in San Roque war übrigens auch verschlossen! Nach ca. zwei Kilometern hörte es schon wieder auf zu regnen, und wir verpackten unsere Ponchos griffbereit am Rucksack.
Nach 15 km machten wir noch einmal eine kurze Pause, bevor der Weg dann am Meer wieder nach Norden abbog. Der Weg führt jetzt ca. zwei Kilometer am Strand entlang. Unter der PO-307 hindurch, an diversen Campingplätzen vorbei, und es gibt hier nicht wirklich Sehenswertes zu berichten.
Am Ende des Weges gelangt man an eine Brücke, über die man die dortige kleine Bucht nach Vilanova de Arousa überqueren kann. Auf der anderen Seite befindet sich gleich die Estación Marítima, die morgen früh unsere Anlaufstelle sein wird. Wir sind hier einmal vorbeigelaufen, um die örtlichen Gegebenheiten zu kennen, und sind dann zu unserem Hotel gegangen.
Die Igrexa Vella de San Cibrán de Vilanova da Arousa, die auf unserem Weg lag, war natürlich verschlossen, aber in die Igrexa Nova de San Cibrán de Vilanova da Arousa konnten wir dann doch endlich hinein! Einen Stempel gab es aber nicht, da die Sakristei, in der es diesen gegeben hätte, nicht besetzt war. Stempel in Kirchen in Spanien sind teilweise wirklich schwer zu bekommen!
Wir sind dann weiter zu unserem Hotel gegangen. Hier sollte jedoch einmal eine positive Überraschung auf uns warten: Wir haben ein Zimmerupgrade erhalten und sogar noch Geld zurückbekommen! Dieses Zimmer hier war mit das günstigste und eines der größten, das wir auf unserem Weg hatten. Es gab auch ein Restaurant im Hotel, und so reservierten wir dort einen Tisch für das Abendessen. Es gab ein gutes Menü, und somit war dieses Thema auch erledigt.