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Caminho Português da Costa – Tag 13 (03. Mai 2026): Pontevedra - Combarro

Tobias Bauer, , Lesedauer 3 Minuten.

Heute regnete es! Geplant war, dass wir den Weg heute von der Hauptroute weg über die Variante „Espiritual“ fortsetzen. Diese ist zwar etwas länger, soll landschaftlich aber schöner sein – Spoiler: ist sie auch! Außerdem verlassen wir damit die Pilgermengen, die ja weiterhin auf dem kürzesten Weg nach Santiago unterwegs sind.

Unsere Etappenplanung bis Santiago stand zwischenzeitlich fest. Wir haben beschlossen, kürzere Strecken zu gehen und somit auch nicht die vorgeschlagenen Ziele der Variante zu nutzen. Somit standen heute ca. 15 km an, was aber auch hieß, dass wir Zeit hatten.

Das Wetter war ja nicht so optimal, und da wir in unserem Hotel Frühstück inbegriffen hatten, nutzten wir dieses Angebot erst einmal. Es zog uns ohnehin nicht hinaus. Danach mussten wir aber doch los, und das hieß heute dann: unter dem Regenponcho laufen. Mit uns startete eine Gruppe Radpilger aus Portugal, die ebenfalls nicht erfreut über das Wetter war, aber es ist, wie es ist.

Wir liefen also los, und der erste Stopp war die Capela da Virxe Peregrina. Eine wichtige Pilgerkapelle aus dem 18. Jahrhundert mit der Grundform einer Jakobsmuschel. Leider wurde die Außenfassade gerade renoviert. Sie beherbergt die Statue der Virxe Peregrina, die Schutzpatronin der Provinz.

Es ging weiter durch die autofreie Altstadt von Pontevedra. Diese ist sehr schön, aber mit Poncho im Regen macht das wenig Spaß, und man läuft einfach weiter. Man überquert über eine sehr breite Fußgängerbrücke den Río Lérez, und dann geht es nach einiger Zeit entlang der Bahnschiene.

Nach fünf km muss man sich entscheiden: Geht man rechts unter der Bahnbrücke hindurch und folgt dem Hauptweg, oder biegt man links ab und folgt der Variante „Espiritual“? Wir bogen nach links ab.

Der Weg führt einen über zwei Straßen und dann in die Ortschaft O Freixo, in der es dann nach oben geht. Es sind heute wieder einige, teils kräftige, Steigungen zu bewältigen. Neben Straßen und engen geteerten Wegen gibt es dann auch schöne Waldwege oder schmale Pfade, die man hier begehen kann. Man kommt auch auf einmal aus dem Wald heraus und steht vor der Igrexa de San Pedro de Campañó. Wir warfen einen kurzen Blick hinein, da sich die Gemeinde schon für den Sonntagsgottesdienst versammelte.

Dann geht es der Straße entlang: durch Cabaleiro, ein Waldgebiet bei Fragamoreira und dann weiter nach O Convento mit dem Mosteiro de San Xoán de Poio und der gleichnamigen Kirche. Auch diese besichtigten wir nur kurz, da hier die Vorbereitungen für den gleich startenden Kindergottesdienst liefen.

Jetzt geht der Weg weiter Richtung der Bucht des Río Pontevedra, an deren Ufer man dann entlangläuft bis nach Combarro. Das Wetter war zwischenzeitlich trockener, und es sollte dann noch ein schöner, sonniger Nachmittag werden.

Wir suchten unsere Herberge auf. In Combarro erwischten wir unsere schlechteste Unterkunft: Schimmel, kaputte Bettdecken, Heizkörper, die nicht mehr wirklich befestigt waren, sondern vom Bett gehalten wurden, und das zu einem Preis, der nicht zu den günstigsten gehörte. Aber gut, die Nacht ging auch vorbei.

Der Weg streift Combarro nur am Rande, und man sieht nur einen Teil des alten Häuserbestandes. Man verpasst also wirklich das Flair des Ortes mit den kleinen Häusern und den Gassen, die verwinkelt zum Meer hinunterführen. Da es nachmittags richtig warm wurde, konnten wir uns das in Ruhe anschauen und genießen.