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Caminho Português da Costa – Tag 9 (29. April 2026): O Porto - Nigrán

Tobias Bauer, , Lesedauer 3 Minuten.

Wir starteten am frühen Morgen, wie gewohnt ohne Frühstück. Die Regenwolken hatten sich zum größten Teil verzogen, jedoch war für den Vormittag erneut Regen angekündigt. Es ging wieder Richtung Meer, und wir hatten hier einen tollen Blick auf die schroffe Küste mit den Wolken, etwas Blau und der aufgehenden Sonne im Hintergrund.

Bereits nach 1,5 km fanden wir an einem Campingplatz ein Café und konnten unser Frühstück zu uns nehmen. Auch wenn nur kurze Zeit vergangen war, so sahen die Wolken inzwischen bedrohlich aus, weshalb wir sicherheitshalber die Rucksäcke unter dem Regenschutz verpackten und auch alles andere für einen Niederschlag vorbereiteten.

Der Weg ging jetzt erst einmal wieder, wie bereits gewohnt, kurz an der PO-552 entlang. Eigentlich würde er einen Bogen an den Strand machen, und dann würde man wieder zurücklaufen. Wir entschieden uns hier dagegen und liefen einfach an der Straße entlang. Verpasst haben wir vermutlich nichts, aber ungefähr 200 m gespart.

Nach ca. vier km erfolgte ein ähnliches Spiel, und auch hier sind wir einfach an der Straße entlang gelaufen. Hier war die Ersparnis sogar noch größer, und am Ende ging es dann endlich von der Straße weg und in die Berge.

Es folgte ein ziemlich steiler Anstieg, um zwischen den zwei Gipfeln hindurchzukommen. Man erklimmt auf knapp einen Kilometer Länge fast 120 Höhenmeter. Dabei hat man immer wieder eine tolle Aussicht auf das Meer, den Leuchtturm und läuft neben Waldwegen auch auf alten Römerstraßen.

Dann ging es wieder hinab, und wir gönnten uns nach sieben Kilometern eine kurze Pause. Der Weg geht weiter nach Carballo hinunter, wo wir praktisch wieder auf Meereshöhe sind. Hier gab es eigentlich nichts Sehenswertes zu berichten.

Auf der anderen Seite durften wir wieder an Höhe gewinnen und bis auf 90 m aufsteigen, um dann auf der anderen Seite der Erhebung nach Baiona zu gelangen. Baiona wäre historisch sicherlich einen Besuch wert gewesen; wurde hier doch 1492 die Entdeckung einer Schiffsverbindung nach Indien – was sich dann als Amerika herausstellte – verkündet. Uns fehlte jedoch die Zeit und auch der Weg führte hier nicht an den historischen Stätten vorbei.

Der Weg führt durch die Stadt an der Capela de Santa Liberata und der Colexiata de Santa María de Baiona vorbei, zu deren Füßen wir uns ein Mittagessen gönnten und anschließend die Kirchen besichtigten.

Es ging dann durch die Stadt, die streckenweise wenig sehenswert war, nach A Ramallosa, wo wir den Rio Miñor auf einer alten romanischen Brücke überquerten. Der Weg verlief jetzt erst einmal wenig sehenswert, und so verließen wir dann die vorgegebene Route, um auf dem schnellsten Weg zu unserer Unterkunft zu gelangen – nur um kurz darauf auf einer anderen Route des Caminho Português zu landen. Es ist einfach ein riesiges Geflecht an Wegen, die hier verlaufen, und man kann sich den Weg mehr oder weniger aussuchen.

Den Abend verbrachten wir dann mit Einkaufen im Supermarkt sowie mit Essen gehen. Auch heute lagen wir mit knapp 22 km wieder genau in unserem Pensum. Den Anfang des Weges an der Küste sowie das bergige Stück kann man als Highlight beschreiben, den Weg durch das Urbane dagegen als weniger reizvoll. Zu unserem Glück sind wir jedoch trocken geblieben und es wurde dann sogar noch sonnig und warm.