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Pascal zum 50. Geburtstag

Die Programmiersprache Pascal wird 50 Jahre alt und dieses Ereignis ist mir einen Blog-Beitrag wert. So war Pascal1 (damals mit Borland Delphi 3) doch die erste höhere Programmiersprache, mit der ich wirklich programmiert habe und mit der ich dieses Handwerk gelernt habe.

geralt, pixabay

Es hat sich einiges getan. Pascal gibt es noch immer und mit FreePascal2 gibt es eine freie Lösung, die auch aktiv weiter entwickelt wird. Mit Lazarus3 gibt es dazu eine freie Entwicklungsumgebung, welche auch sehr einfach Cross-Compiling erlaubt. Die komerzielle Delphi-IDE wurde mehrmals verkauft, gibt es aber noch immer. Auch diverse kommerzielle Anbieter von Komponenten, auch für FreePascal, sind weiterhin auf dem Markt.

Ich nutze Pascal weiterhin. Zum Einsatz kommt Lazarus mit FreePascal und das sowohl in der Arbeit als auch privat. Ich mag diese Sprache, den sie ist einfach, logisch aufgebaut und bietet trotzdem auch vieles, was moderne Sprachen anbieten (Objektorientierung etc.). Auch sehe ich es persönlich als Vorteil an, dass in meinem Programm alles enthalten ist. Ich benötige im Gegensatz z.B. zu .net oder Java keine Laufzeitumgebungen oder dergleichen.

Mit sogenannten Transpilern ist es auch möglich, Code für andere Systeme zu entwickeln. Das bekannteste Beispiel ist sicherlich Pas2JS4, mit dem man in Pascal programmieren kann und dann in JavaSript transpiliert. Somit kann man z.B. mit Pascal NodeJS-Anwendungen schreiben. Sicherlich auch eine sehr interessante Geschichte.

Leider hat sich die Wahrnehmung von Pascal stark verändert. Es ist zu einem Nischenprodukt geworden und viele kennen die Sprache nur noch vom Hörensagen. Neue Versionen werden, trotz interessanter Funktionen, nicht einmal mehr von Fachverlagen angekündigt. So weißt z.B. der Heise Verlag auf diverse neue Programmversionen von Programmiersprachen hin, ignoriert aber die Pascal-Welt seit Jahren. Eine meiner Meinung nach traurige Entwicklung.

Ich persönlich werde weiterhin mit [Free]Pascal entwickeln. Allein schon die CrossCompling-Funktionen finde ich toll. Was jetzt bei .net als große Neuigkeit eingeführt wird bzw. umständlich mit Mono-realisiert wurde ging hier schon lange als native Anwendung. Manchmal sind die bestehenden Sachen vielleicht doch nicht unbedingt die falschesten.

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