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Februar 2012

IPv6 und die Zugangsprovider...

2012-02-15 18:13 (Kommentare: 2)

Vor etwas über einem Jahr hat die IANA als Hauptvergabestelle von IP-Adressen die letzten freien IPv4-Subnetze an die regionalen Vergabestellen verteilt. Somit gibt es keine freien IPv4-Netze mehr und das Ende der verfügbaren IPv4-Adressen ist somit in Sicht. Trotzdem tut sich bei IPv6, zumindest bei den Zugangsprovidern, nicht wirklich viel.

Im Oktober 2010 hatte die Telekom erklärt, bis Ende 2011, bundesweit alle DSL-Anschlüsse mit IPv4 und IPv6 auszustatten. Dieser Dual-Stack-Betrieb sollte dann eine sanfte Migration in den nächsten Jahren ermöglichen.

Das Jahr 2011 ging zu Ende aber IPv6 kam bei den DSL-Anschlüssen der Telekom Kunden nicht an. Allerdings war kurzzeitig ein Log-in-Server in das Kundenmenü der Telekom per IPv6 erreichbar. Auch beim sog. "Wold IPv6 Launch Day" am 6. Juni 2012 ist die Telekom inzwischen mit mehreren Adressen eingetragen. Scheinbar läuft hier doch etwas im Hintergrund.

Grund für mich, hier einmal den Support zu bemühen und eine Anfrage nach der Einführung von IPv6 zu fragen. Die Antwort kam relativ schnell war aber an sich nichtssagend und hätte man sich sparen können.

Wir bitten Sie um Verständnis, dass wir zu dieser Thematik zum jetzigen Zeitpunkt noch keine konkreten Angaben machen können.
In diesem Zusammenhang wird es ganz sicher entsprechende Pressemitteilungen unseres Unternehmens geben, sobald Näheres bekannt ist.

Übersetzt heißt das: Wir wissen selbst nicht genau, wann es kommt und wenn es kommt, erfahren Sie das über die Presse.

Das es auch anders geht haben die inzwischen mit dem Itojun-Award ausgezeichneten französischen Ingenieure Rémi Després und Alexandre Cassen gezeigt. Diese haben in nur fünf Wochen das Netz des zweitgrößten französischen Providers Free France im Jahr 2007 umgestellt. Dort nutzen inzwischen 1,5 Millionen Kunden IPv6 und verursachen in Spitzenzeiten bis zu 18 Gbit/s IPv6-Traffic. Warum die großen deutschen Anbieter so etwas nicht auf die Reihe bekommen ist mir schleierhaft.

Für den Enduser, der IPv6 nutzen möchte, bleibt momentan nur der Weg über einen Tunnel. Die AVM FritzBox unterstützt in den neueren Generationen IPv6 und kann z. B. direkt mit Sixxs umgehen. Für Kombinationen mit Hurricane Electric habe ich ein Howto geschrieben. Auch für viele andere Geräte gibt es bereits Lösungen und viele Server können bereits IPv6.

We are IPv6 ready. Aber wann sind es die Zugangsprovider?

Tags: Einführung , IPv4 , IPv6 , Provider , Telekom , Tunnel , Zugangsprovider




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