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Zum Nachdenken im Januar...

2012-01-04 08:34

Gestern war der 3. Januar und somit der Geburtstag von Marcus Tullius Cicero (* 106 v. Chr.), dem großen romischen Politiker und Schriftsteller. Im Jahre 44 v. Chr. schrieb er an seinem in Athen studierenden Sohn Marcus was uns in seinem Werk „De Officiis“ („Über die Pflichten“) erhalten ist. Ein Zitat daraus ist der folgende Satz:

SOCIETATIS HUMANAE VINCULUM EST RATIO ET ORATIO.

Oder aber auf Deutsch:

Vernunft und Sprache sind das Band der menschlichen Gesellschaft.

In meinen Augen sind das wahre und weiße Worte, welche Cicero hier vor über 2000 Jahren geschrieben hat. Die Quelle, welche er hierfür benutzt hat, ist sogar noch älter. Nun stellt sich mir die Frage, ob diese damalige Erkenntnis im Laufe der Zeit verloren gegangen ist.

Natürlich folge nach Cicero im Römischen Reich auch eine lange Expansions- und Kriegsphase. Trotzdem folgte dann eine Zeit des Friedens. Heute ist das nicht wirklich so. Afghanistan ist nicht wirklich ein friedliches Land und die Truppen werden zurückgezogen. Auch Beispiele, welche schon länger zurück liegen wie z. B. Somalia zeigen, dass „Friedensmissionen“ nicht wirklich das gebracht haben, was der Name sagt. Vernunft und Sprache werden oft in der menschlichen Gesellschaft nicht mehr verwendet. Geld und Gewalt sind die Worte, die das abgelöst haben und mit denen wenige ihre Macht festigen.

Ist Fortschritt wirklich Fortschritt oder manchmal Rückschritt?

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Tags: Band , Cicero , Frieden , Gesellschaft , Gewalt , Macht , Menschlichkeit , Sprache




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